Tour durch Norditalien

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1 Jahr 4 Monate her #786 von fifthwheeler
Wir hatten uns für die Planung den Campingführer 2022 Südeuropa vom ADAC geholt, gleich zusammen mit der Campcard. Kann man wirklich nur empfehlen, da mit 2.900 Campingplätzen eigentlich immer ausreichend Auswahl vorhanden ist und vor allem auch mit Angaben zur Stellplatzgröße. Die Investition holt man dann auf der Tour durch die Campcard wieder raus.

Gestartet sind wir in der Nähe von Rastatt und als Limit so um die 500 km am Tag. Und damit der Trip keine Hetzerei wird mit auf und abbauen, 4 - 5 Tage je Campingplatz. Man kann ja mit dem Auto von dort aus die Umgebung erkunden. Die Links zu den jeweiligen Plätzen und Stopps kommen am Ende.
Zunächst über die Brenner Autobahn Richtung Gardasee, wobei eine Übernachtung direkt an der S16, Arlberg Camping, eingeplant war. Ideal auf dem Weg nach Süden, wenn man wirklich nur kurz mal Auftanken und schlafen möchte. Unser Ziel der Campingplatz San Francesco Camping Village in Desenzano del Garda, nicht weit weg von der doch recht bekannten Stadt Sirmione. Zu dem Campingplatz haben wir bereits etwas geschrieben (siehe CP in Italien).
Sirmione war ca. 5 km zu Fuß entfernt, ein schöner Tagesausflug. Man sollte Sirmione nicht mit dem Auto anfahren oder wenn, das Auto km vor der Stadt bereits parken. Die Stadt ist wunderschön, aber für Autos geschlossen und die Parkplätze direkt vor der Stadt hoffnungslos überfüllt. Caos vorprogrammiert. Ferner haben wir vom CP als Weinliebhaber auch einen Abstecher nach Bardolino gemacht, einer der besten Weinanbauregionen am Gardasee. Wer gerne sehr guten Wein einkaufen möchte ein Tipp von uns ist das Weingut Cantina Valetti. Weiter ging es an die italienische Rivera, etwas unterhalb Livorno, auf den Campingplatz Campo die Fiori in Vada. Auf dem Weg kommt man an dem gewaltigen Bergmassiv Carrara vorbei mit dem bis heute noch tätigen Marmor Abbau. Der Campingplatz war dann unsere erste Herausforderung in Bezug auf rangieren. Ein idyllisch eingebetteter Campingplatz in einem Wald, hauptsächlich Pinien. Da wir uns angewöhnt hatten grundsätzlich erst zu Fuß den Stellplatz zu besichtigen, war gleich klar, das passt nicht. Aber da zeigt sich sofort die südländische Gastfreundschaft, wir konnten uns unter den freien Plätzen etwas aussuchen und wir wurden umgebucht. Eine Herausforderung ist es dennoch geblieben und bei einigen Bäumen mussten die Äste daran glauben. Aber eines müssen wir eingestehen, wir haben nie idyllischer gestanden. Der Strand war ca. 500 m entfernt, toll zum Baden mit Blick auf Elba und Korsika. Und wenn man schon mal an der Küste ist, gehört eigentlich zum Pflichtprogramm ein Abstecher nach Pisa. Nachdem wir dann den Trailer auch wieder einigermaßen heile aus den Pinien geholt hatten, bis auf eine kleine Schramme, ging es weiter an den Lago Trasimeno. Das Autobahnnetz in Italien ist nicht mal im Ansatz mit dem unseren zu vergleichen. Im Landesinneren gibt es eigentlich überhaupt keine Autobahnen. Hauptsächlich die SS und SR Straßen, SS Strada statale und SR Strada provinciale. Die SS sind bei uns Bundesstraßen in schlechtem Zustand und SR eben Landesstraßen. Da wir ja nun einmal quer durch Italien auf die andere Seite wollten, gab es eben nur die SS und SR. Bis zu dem Lago Trasimeno waren es dann fast 70 km Serpentinen bergauf und bergrunter. Eine Haarnadelkurve folgte auf die andere. Trotzdem landschaftlich ein Erlebnis. Wir hatten uns für einen relativ neuen Campingplatz entschieden, den Camping Trasimeno in Passignano Sul Trasimeno. Hier gleich mal den Tipp, nie nach den sogenannten Platzplänen / Zeichnungen gehen. Wir hatten uns einen Stellplatz genau gegenüber eines Weges ausgesucht, damit wir Platz zum Rangieren haben und rückwärts bequem in den Stellplatz kommen. Nun das war ein Satz mit X, im Original war es der Stellplatz versetzt daneben. Aber die Italiener sind da eben ganz entspannt, unser Stellplatznachbar genau gegenüber wurde gebeten doch mal das Auto wegzufahren und die Vorzeltleinen zu entfernen damit wir Platz zum Rangieren hatten, und einige Blumen mussten auch dran glauben.
Wer alte italienische Städte liebt so richtig zurück bis ins 14. Jahrhundert, aber in einem hervorragenden Zustand, zudem bewohnt und geliebt, der wird rund um den Lago fündig. Nicht nur Passignano selbst auch Castiglione del Lago, oder etwas weiter entfernt die Stadt Montepulciano. Montepulciano ist nicht nur eine Stadt sondern eine der ältesten und traditionsreichsten Rebsorten Italiens und wird vorrangig in Mittelitalien angebaut, traditionell in der Region Abruzzen, wo der berühmte Montepulciano d'Abruzzo hergestellt wird.
Und noch ein Tipp in Bezug auf Werkzeug. Nach den Serpentinen hatte sich unser Schlitten für die Sattelkupplung so dermaßen nach hinten geschoben, das wir über einen cm Spiel hatten. Nun benötigt man aber zum Nachstellen einen 27er Maul oder Ringschlüssel und den mussten wir in dem Bergdorf erstmal bekommen. Von dort ging es dann weiter an die italienische Adria, etwas oberhalb von Ravenna, an den Lido di Spina auf den Spina Family Camping Village. Ein sehr großer Campingplatz wo wir dann mal völlig problemlos unseren Stellplatz anfahren konnten. Nachdem wir im Lago Trasimeno nicht baden konnten, haben wir erstmal wieder das Meer vor Tür ausgekostet und zwei Strandtage eingelegt. Von dort haben wir dann noch einen Abstecher nach Ferrara gemacht, auch eine der sehr alten und bekannten Städte Italiens. Das letzte Ziel in Italien war die östlich von Venedig liegende Landzunge Lido de Jesolo. Auf dem Weg dorthin mussten wir ja an Venedig vorbei und weshalb auch immer bin ich auf die Brücke nach Venedig geraten. Von dieser Brücke kommt man nicht mehr runter, man muss erstmal bis Venedig fahren, was für unsere Gespanne aber gesperrt ist. Selbst für LKW’s und dergleichen. Wie auch immer das passiert ist ich durfte dann gleich am Anfang auf dem Fähranleger wenden und wieder zurück.
Wir hatten einen Stellplatz auf dem Camping Village Al Boschetto. Es war zwar der größte Stellplatz und direkt erste Reihe, aber keine Chance bei 2,5m breiten Fahrwegen. Aber auch hier durften wir dann unter den freien Plätzen wählen und haben wirklich schön gestanden. Wir hatten diesmal bewusst nur einen *** CP ausgesucht, aber wozu Pool und Kinderanimation, das war uns nicht wichtig. 20m bis zur Adria und wir hatten einen tollen Sandstrand. Eigentlich stand Venedig auf unserem Programm aber nachdem wir einiges über Venedig, die Abzocke, die chinesische Mafia und noch einiges mehr gelesen hatten, war uns die Lust auf diesen Massentourismus schnell vergangen. So haben wir noch 5 relaxte Tage mit Baden und langen Spaziergängen am Strand verbracht. Zurück über die Tauernautobahn sollte es eigentlich noch einen Zwischenstopp in Österreich geben, aber irgendwie lief es viel zu gut. Die einzige Etappe mit weit über 800 km bis Iphofen auf ein Weingut, wo wir dann noch für ein paar Tage mit Freunden verbracht haben.

Alles in Allem eine wunderschöne Tour, rund 3.500 km in 30 Tagen ohne Stress und Hektik, mit dem Besten Parmesan und guten Rotweinen. Wir haben zu unserem Glück nie auf dem Rückweg eine Kontrolle gehabt aber so um die 15 Kisten Wein hatten wir dabei.

Marita und Jörg
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1 Jahr 4 Monate her #794 von Usdriver
Hallo danke für die vielen Infos.

Wir werden heuer im September dorthin starten, bis nach Pisa und San Riemo und zurück nach Bayern.

Lg.

Gerd
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1 Jahr 1 Monat her - 1 Jahr 1 Monat her #899 von Torres

Wir hatten uns für die Planung den Campingführer 2022 Südeuropa vom ADAC geholt, gleich zusammen mit der Campcard. Kann man wirklich nur empfehlen, da mit 2.900 Campingplätzen eigentlich immer ausreichend Auswahl vorhanden ist und vor allem auch mit Angaben zur Stellplatzgröße. Die Investition holt man dann auf der Tour durch die Campcard wieder raus.

Gestartet sind wir in der Nähe von Rastatt und als Limit so um die 500 km am Tag. Und damit der Trip keine Hetzerei wird mit auf und abbauen, 4 - 5 Tage je Campingplatz. Man kann ja mit dem Auto von dort aus die Umgebung erkunden. Die Links zu den jeweiligen Plätzen und Stopps kommen am Ende.
Zunächst über die Brenner Autobahn Richtung Gardasee, wobei eine Übernachtung direkt an der S16, Arlberg Camping, eingeplant war. Ideal auf dem Weg nach Süden, wenn man wirklich nur kurz mal Auftanken und schlafen möchte.


Unser Ziel der Campingplatz San Francesco Camping Village in Desenzano del Garda, nicht weit weg von der doch recht bekannten Stadt Sirmione. Zu dem Campingplatz haben wir bereits etwas geschrieben (siehe CP in Italien).
Sirmione war ca. 5 km zu Fuß entfernt, ein schöner Tagesausflug. Man sollte Sirmione nicht mit dem Auto anfahren oder wenn, das Auto km vor der Stadt bereits parken. Die Stadt ist wunderschön, aber für Autos geschlossen und die Parkplätze direkt vor der Stadt hoffnungslos überfüllt. Caos vorprogrammiert. Ferner haben wir vom CP als Weinliebhaber auch einen Abstecher nach Bardolino gemacht, einer der besten Weinanbauregionen am Gardasee. Wer gerne sehr guten Wein einkaufen möchte ein Tipp von uns ist das Weingut Cantina Valetti.
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Weiter ging es an die italienische Rivera, etwas unterhalb Livorno, auf den Campingplatz Campo die Fiori in Vada. Auf dem Weg kommt man an dem gewaltigen Bergmassiv Carrara vorbei mit dem bis heute noch tätigen Marmor Abbau. Der Campingplatz war dann unsere erste Herausforderung in Bezug auf rangieren. Ein idyllisch eingebetteter Campingplatz in einem Wald, hauptsächlich Pinien. Da wir uns angewöhnt hatten grundsätzlich erst zu Fuß den Stellplatz zu besichtigen, war gleich klar, das passt nicht. Aber da zeigt sich sofort die südländische Gastfreundschaft, wir konnten uns unter den freien Plätzen etwas aussuchen und wir wurden umgebucht. Eine Herausforderung ist es dennoch geblieben und bei einigen Bäumen mussten die Äste daran glauben. Aber eines müssen wir eingestehen, wir haben nie idyllischer gestanden. Der Strand war ca. 500 m entfernt, toll zum Baden mit Blick auf Elba und Korsika. Und wenn man schon mal an der Küste ist, gehört eigentlich zum Pflichtprogramm ein Abstecher nach Pisa.
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www.alkoholfrei-vom-winzer.de/pages/kontakt
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Nachdem wir dann den Trailer auch wieder einigermaßen heile aus den Pinien geholt hatten, bis auf eine kleine Schramme, ging es weiter an den Lago Trasimeno. Das Autobahnnetz in Italien ist nicht mal im Ansatz mit dem unseren zu vergleichen. Im Landesinneren gibt es eigentlich überhaupt keine Autobahnen. Hauptsächlich die SS und SR Straßen, SS Strada statale und SR Strada provinciale. Die SS sind bei uns Bundesstraßen in schlechtem Zustand und SR eben Landesstraßen. Da wir ja nun einmal quer durch Italien auf die andere Seite wollten, gab es eben nur die SS und SR. Bis zu dem Lago Trasimeno waren es dann fast 70 km Serpentinen bergauf und bergrunter. Eine Haarnadelkurve folgte auf die andere. Trotzdem landschaftlich ein Erlebnis. Wir hatten uns für einen relativ neuen Campingplatz entschieden, den Camping Trasimeno in Passignano Sul Trasimeno. Hier gleich mal den Tipp, nie nach den sogenannten Platzplänen / Zeichnungen gehen. Wir hatten uns einen Stellplatz genau gegenüber eines Weges ausgesucht, damit wir Platz zum Rangieren haben und rückwärts bequem in den Stellplatz kommen. Nun das war ein Satz mit X, im Original war es der Stellplatz versetzt daneben. Aber die Italiener sind da eben ganz entspannt, unser Stellplatznachbar genau gegenüber wurde gebeten doch mal das Auto wegzufahren und die Vorzeltleinen zu entfernen damit wir Platz zum Rangieren hatten, und einige Blumen mussten auch dran glauben.
Wer alte italienische Städte liebt so richtig zurück bis ins 14. Jahrhundert, aber in einem hervorragenden Zustand, zudem bewohnt und geliebt, der wird rund um den Lago fündig. Nicht nur Passignano selbst auch Castiglione del Lago, oder etwas weiter entfernt die Stadt Montepulciano. Montepulciano ist nicht nur eine Stadt sondern eine der ältesten und traditionsreichsten Rebsorten Italiens und wird vorrangig in Mittelitalien angebaut, traditionell in der Region Abruzzen, wo der berühmte Montepulciano d'Abruzzo hergestellt wird.
Und noch ein Tipp in Bezug auf Werkzeug. Nach den Serpentinen hatte sich unser Schlitten für die Sattelkupplung so dermaßen nach hinten geschoben, das wir über einen cm Spiel hatten. Nun benötigt man aber zum Nachstellen einen 27er Maul oder Ringschlüssel und den mussten wir in dem Bergdorf erstmal bekommen.
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Von dort ging es dann weiter an die italienische Adria, etwas oberhalb von Ravenna, an den Lido di Spina auf den Spina Family Camping Village. Ein sehr großer Campingplatz wo wir dann mal völlig problemlos unseren Stellplatz anfahren konnten. Nachdem wir im Lago Trasimeno nicht baden konnten, haben wir erstmal wieder das Meer vor Tür ausgekostet und zwei Strandtage eingelegt. Von dort haben wir dann noch einen Abstecher nach Ferrara gemacht, auch eine der sehr alten und bekannten Städte Italiens.
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Das letzte Ziel in Italien war die östlich von Venedig liegende Landzunge Lido de Jesolo. Auf dem Weg dorthin mussten wir ja an Venedig vorbei und weshalb auch immer bin ich auf die Brücke nach Venedig geraten. Von dieser Brücke kommt man nicht mehr runter, man muss erstmal bis Venedig fahren, was für unsere Gespanne aber gesperrt ist. Selbst für LKW’s und dergleichen. Wie auch immer das passiert ist ich durfte dann gleich am Anfang auf dem Fähranleger wenden und wieder zurück.
Wir hatten einen Stellplatz auf dem Camping Village Al Boschetto. Es war zwar der größte Stellplatz und direkt erste Reihe, aber keine Chance bei 2,5m breiten Fahrwegen. Aber auch hier durften wir dann unter den freien Plätzen wählen und haben wirklich schön gestanden. Wir hatten diesmal bewusst nur einen *** CP ausgesucht, aber wozu Pool und Kinderanimation, das war uns nicht wichtig. 20m bis zur Adria und wir hatten einen tollen Sandstrand. Eigentlich stand Venedig auf unserem Programm aber nachdem wir einiges über Venedig, die Abzocke, die chinesische Mafia und noch einiges mehr gelesen hatten, war uns die Lust auf diesen Massentourismus schnell vergangen. So haben wir noch 5 relaxte Tage mit Baden und langen Spaziergängen am Strand verbracht.
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Zurück über die Tauernautobahn sollte es eigentlich noch einen Zwischenstopp in Österreich geben, aber irgendwie lief es viel zu gut. Die einzige Etappe mit weit über 800 km bis Iphofen auf ein Weingut, wo wir dann noch für ein paar Tage mit Freunden verbracht haben.

Alles in Allem eine wunderschöne Tour, rund 3.500 km in 30 Tagen ohne Stress und Hektik, mit dem Besten Parmesan und guten Rotweinen. Wir haben zu unserem Glück nie auf dem Rückweg eine Kontrolle gehabt aber so um die 15 Kisten Wein hatten wir dabei.

Marita und Jörg


Dies ist eine tolle Tour für einen Urlaub. Wir waren in Italien für unsere Flitterwochen mit meinem Mann. Ich habe Italien wirklich genossen, vor allem die Pasta und den Wein.
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Monat her von Torres.

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